Neuer Trick - "Unter etwas hindurch kriechen"

Und wieder ein neuer Trick! Lea kriecht unter etwas hindruch, zum Beispiel unter einer Bank. Die Idee kam über einen Artikel, ich weiß leider nicht mehr wo. Zuerst hatte ich nur das kriechen unter Bänken im Kopf, doch seitdem wir diesen Trick trainieren, finden Lea und ich immer mehr Möglichkeiten und können es inzwischen wirklich gut! Diesen netten, gymnastizierenden Trick wollen wir euch diesmal präsentieren.

Zum Anfang mal eine Liste mit Dingen, die man beachten muss, damit der Trick auch Spaß machen kann, und vor allem ungefährlich ist:

  • Der Hund soll gesund sein. Für Hunde mit HD und ED ist dies nicht der richtige Trick. Ich kenne mich nicht mit den ganzen rankheiten aus, daher bitte mit dem Tierarzt absprechen ob der Hund unter etwas hindurch kriechen darf.
  • Manche Hunde fühlen sich unwohl wenn sie unter etwas hindurch kriechen müssen. Dann lieber ganz am Anfang anfangen, und dem Hund beizubringen, unter Dingen hindurch zu laufen zB Tunnel aus Handtüchern, um dem Hund die Scheu zu nehmen und dann langsam zu einem Kriechen ausbauen. Oder den Trick lassen, er ist nicht für alle Hund-Mensch-Team geeignet.
  • Ein Hinderniss zB eine Bank suchen, unter die der Hund auch wirklich problemlos hindurch kommt. Es ist zwar schwierig bei größeren Hunden, aber es gibt tatsächlich Bänke unter die ein Berner hindurch kommt.
  • Immer den Boden kontrollieren, wo der Hund kriechen soll. Auch nach jedem kriechen nochmals einen genauen Blick auf den Boden werfen. Lea hat beim Kriechen unter einer Bank den Kries so aufgewühlt dass Scherben hervor kamen, die zuvor nicht zu bemerken waren. Vorsicht walten lassen!
  • Geschirr lieber abnehmen. Der Hund soll nirgends hängen bleiben.
  • Es ist ein Trick bei dem der Hund Kraft braucht. Vor allem Hunde, für die das kriechen noch ganz neu ist, müssen erst einmal die Koordination erlernen und die Muskeln aufbauen. Langsam anfangen und langsam steigern. Auch an möglichen Muskelkater denken!

Beachtet man all diese Punkte, so steht dem Trick nichts mehr im Wege!

Ich habe Lea bei diesem Trick nie wirklich gelockt. Das wäre zwar auch eine Möglichkeit, aber ich habe es anders gemacht. Auch muss man keine Bank nehmen. Ein einfacher Zaun ist ebenfalls eine Möglichkeit, allerdings wurde ich von eben von diesem Artikel inspiriert und wollte Lea anfangs beibringen, unter einer Bank hindurch zu kriechen. Erst später kam mir der Gedanke, dass es ja noch viel mehr Kriech-Hindernisse gibt als Bänke. Daher werde ich von Bänken schreiben. Jedes andere Hinderniss ist jedoch ebenfalls möglich.

Erster Schritt - unter die Bank schauen. Das Geschirr habe ich abgenommen um zu verhindern dass Lea hängen bleibt oder sich schwerer tut.
Erster Schritt - unter die Bank schauen. Das Geschirr habe ich abgenommen um zu verhindern dass Lea hängen bleibt oder sich schwerer tut.

Ich habe Lea vor eine Bank abgelegt und mich hinter die Bank gekniet. Der Blick unter der Bank hindurch wurde belohnt. Bald schon musste ich sie nicht mehr ablegen, sie wusste, unter die Bank zu Frauchen schauen gibt ein Leckerchen.

Bald schon hat sie sich unter die Bank gekniet, im Diener. Dafür gab es den Jackpot und schon war sie auf der anderen Seite! Ja, das ging sehr schnell. Als sie sicher unter der Bank hindurch kroch, konnte ich aufstehen und mich langsam neben die Bank vorarbeiten. Auch das ging in kleinen Schritten sehr schnell. Lieber mehrere kleine Schritte, als ein paar große und Verwirrung stiften, die einen nur im Training zurück wirft und behindert! So bleibt auch der Spaß erhalten.

Und unten durch! Auch Berner passen unter Bänken hindurch!
Und unten durch! Auch Berner passen unter Bänken hindurch!

Als ich neben der Bank stand, und Lea immer wieder fix unter die Bank hindurch ist, habe ich angefangen Stimm- und Handkommando einzuführen. Bei jedem Ansatz vom Kriechen habe ich das Sichtzeichen genutzt und das Stimmkommando gesagt. Bei dem Sichtzeichen habe ich darauf geachtete, dass ich damit die Richtung des Hindernisses weisen kann, als auch eine klare Differenzierung vom Springen habe.

Nun sind wir bereits so weit, dass wir nur noch belohnten, wenn Lea auf Kommando unter die Bank hindurch kroch. Anfangs war es etwas enttäuschend, aber schnell hatte Lea raus, dass es Spaß macht, wenn Frauchen das sagt. Denn nur dann folgt ein Leckerchen und ein gemeinsamer Freundenstanz. Später muss auch nicht für jedes mal belohnt werden, aber es kann schon sehr enttäuschend sein für einen Hund, wenn man zuvor für eine eigene Aktion eine Belohnung bekam, und plötzlich nur wenn Chef es so will. Daher unbedingt viel loben um die Motivation zu erhalten!

So, haben wir nun einen Hund, der gerne unterr Bänke kriecht, dann kann man dem Hund auch zeigen dass das gleich auch bei Bänken, Hürden, Baumstämmen und co funktioniert. Ich habe auch das geclickert. Da Lea den Trick im Grundzug ja bereits kannte, und sich nur das Hinderniss änderte, dauerte es keine fünf Clicks bis ich sie auch auf Kommando unter dem neuen Hinderniss hindurch schicken konnte. Nach ein paar neuen Hindernissen hatte sie den Trick soweit verallgemeinert, dass neue Umstände kein Problem mehr waren, und sie sich sofort auf Kommando unter Planken und co schicken ließ.

 

Was so einfach un schnell klingt hat allerdingss zwei Monate gedauert! Ich hatte das Problem dass ich nicht überall Bänke in Leas Größe fand. Das war sicherlich gut! Wir haben zwar lange gebraucht, aber durch die Pausen konnte Lea die nötigen Muskeln aufbauen und sich von möglichem Muskelkater erholen.

Auch habe ich nie länger als zehn mal kriechen geübt. Lea hatte viel Spaß dran, aber man merkt schon, dass dies ein anstrengender Trick ist. Überforderung nimmt den Spaß, also lieber aufhören wenn es am schönsten ist!

 

Inzwischen können wir Hindernissreihen ablaufen, mal springen, das nächste kriechen, dann wieder springen. Lea macht die Abwechslung Freude, sie ist sehr aufmerksam und ist immer gespannt was sie bei dem nächsten Durchlauf wieder erwartet. Ein wirklich schöner Trick!

 

Viel Spaß wünschen Lea und Alex

Kommentar schreiben

Kommentare: 0